Dieses Experiment begann mit einer schönen, kindlichen Frage meines Sohnes: „Papa, kann man eigentlich auch am Himmel was malen?"
Die Antwort war klar, doch die Frage hat mich nicht losgelassen. Ich wollte ihm das Gefühl geben, dass seine Ideen und Fragen etwas tolles sind und versuchte ihm über eine Abstraktion seine Idee wahr werden zu lassen. Mit Javascript habe ich mit Particles einen zunächst starren, dann sich bewegenden Sternenhimmel gebaut – in super einfacher Form.
Das Ergebnis ist eine Art digitaler Sternenhimmel. Überall wandern sanfte Lichtpunkte umher, scheinbar ziellos und alle bleiben im Rahmen. Doch sobald man mit der Maus – oder dem Finger – eine Linie über den Bildschirm zieht, passiert etwas Magisches: Die Sterne in der Nähe verlassen ihre Bahnen. Sie werden von der Bewegung angezogen, ordnen sich ein und formen für einen kurzen Moment genau das Bild, das man im Kopf hatte.
Mir war dabei wichtig, dass das Ganze nicht statisch bleibt. Genau wie eine echte Sternschnuppe oder eine Wolke ist auch diese Kunst vergänglich. Die Zeichnung hält nicht fest; sie löst sich langsam wieder auf, die Partikel driften zurück in ihre Freiheit und der Himmel formt sich wieder langsam zurück.
Meinem Sohn hat es sehr gefallen und ich konnte meine Fähigkeiten ausbauen.
Ich hatte es auch noch mehr an einen Sternenhimmel erinnern lassen, aber bin dann wieder zurück zu der simplen, monochromen Darstellung. Irgendwann werde ich das Projekt erweitern. Es ist prädestiniert eine Installation mit einem Beamer und Körperbewegungen zu werden. Vielleicht ist auch eine Gallery wo die gezeichneten Elemente gespeichert werden eine weitere Ausbaustufe.
